Hochschule Pforzheim – Geschichte von der Zeichenschule zur dreifakultativen Hochschule
Die Hochschule Pforzheim hat Wurzeln bis ins 18. Jahrhundert. Von beruflicher Goldschmiede-Ausbildung über Zeichenschule, Kunst- und Gewerbeschule, Wirtschaftsfachschule und Fachhochschule zur heutigen Hochschule mit den Fakultäten Gestaltung, Technik und Wirtschaft & Recht.
Inhaltsverzeichnis
Hochschule Pforzheim
Die Hochschule Pforzheim hat Wurzeln, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen. Aus Zeichenschule, Kunst- und Gewerbeschule, Wirtschaftsfachschule und Fachhochschule ist die heutige dreifakultative Hochschule mit den Bereichen Gestaltung, Technik sowie Wirtschaft & Recht entstanden – mit insgesamt mehr als 6.000 Studierenden.
Anfänge im 18. und 19. Jahrhundert
1768 wurde in Pforzheim eine staatlich finanzierte berufliche Ausbildung für Goldschmiede eingerichtet. Sie bildete die Grundlage für die spezialisierte Schmuck- und Metallausbildung der Stadt und verband die Stadt früh mit einer systematischen, gewerblich orientierten Bildung.
Im 19. Jahrhundert entstanden eine Zeichenschule sowie eine Gewerbeschule. Sie deckten den Bedarf der aufblühenden Schmuck- und Metallindustrie nach künstlerisch und technisch ausgebildeten Fachkräften und festigten Pforzheims Rolle als Ausbildungsstandort für das Kunsthandwerk.
Vom Kunst- und Gewerbebereich zur Fachhochschule
Aus der Zeichenschule entwickelte sich im Lauf der Zeit eine Kunst- und Werkkunstschule. Sie verband design- und gestaltungsorientierte Ausbildung mit handwerklicher Praxis und wurde zu einem Vorläufer der späteren Fakultät für Gestaltung.
Parallel entstanden im technischen Bereich Vorläufer einer „Technical School for the Metal Processing Industry“. 1877 firmierte eine Einrichtung als eine Art herzogliche Akademie für Kunsthandwerk und Technik – dieses Jahr gilt heute als Gründungsjahr der Hochschule Pforzheim.
Aufbau der Wirtschaftsfakultät
1963 wurde in Pforzheim eine nationale Wirtschaftshochschule eingerichtet, die sich auf betriebswirtschaftliche Ausbildung spezialisierte. Aus dieser Einrichtung ging 1971 die Staatliche Höhere Wirtschaftsfachschule hervor, die später in die Fachhochschule für Wirtschaft Pforzheim überführt wurde.
Damit war neben Gestaltung und Technik ein dritter Schwerpunkt – die Wirtschaftsausbildung – institutionell verankert und bildete die Basis für die spätere dreifakultative Struktur.
Fusion 1992 und heutige Struktur
Anfang der 1990er Jahre wurden die eigenständige Fachhochschule für Gestaltung und die Fachhochschule für Wirtschaft organisatorisch zusammengeführt. 1992 entstand offiziell die Fachhochschule Pforzheim mit drei Fakultäten: Zusätzlich wurde eine Fakultät für Technik eingerichtet und mit den bestehenden Bereichen zusammengeführt.
Heute umfasst die Hochschule Pforzheim die Fakultäten Gestaltung, Technik und Wirtschaft & Recht mit insgesamt mehr als 6.000 Studierenden. Sie verbindet damit die Tradition der Pforzheimer Schmuck- und Metallausbildung mit moderner Hochschulbildung in Design, Ingenieurwesen und Wirtschaft.