Lachengraben – Historischer Flurname in Brötzingen
Der Flurname Lachengraben (dort die Unholdenwieß 1702) in der Gemarkung Brötzingen – Unholde = böse Geister.
Inhaltsverzeichnis
Beschreibung
Lachengraben ist ein Flurname der Gemarkung Brötzingen; belegt 1559, 1610 und 1702 (dort die „Unholdenwieß“). Ehmann deutet „Unholden“ als böse Geister – die Unholdenwieß ist demnach eine Wiese, die im Volksglauben mit Unholden (dämonischen Wesen) verbunden war.
Historische Informationen
Belegt 1559, 1610, 1702. Quelle: Ehmann (1980).
Deutungszugänge
„Unholde“ bezeichnet im Volksglauben böse Geister oder dämonische Wesen. Flurnamen wie „Unholdenwieß“ belegen die frühere mythologische oder abergläubische Aufladung bestimmter Lagen – oft feuchte, abgelegene oder unwegsame Stellen wie am Lachengraben.
Quellenverzeichnis
- 1.Karl Ehmann: Die Geschichte des Dorfes BRÖTZINGEN. Stadt Pforzheim (Hrsg.), Herstellung: Stark-Druck, Pforzheim 1980. 191 Seiten, Halbleinen, 245 × 172 mm.